zeckenschutz hund

Zeckenschutz für Hunde

Zeckenschutz für Hunde

Keine Nervengifte für deinen Hund?

Ja, es gibt ihn, den natürlichen Zeckenschutz für Hunde. Doch meist ist er mit viel Ausprobieren und Testen verbunden. Und natürlich auch mit einem gewissen Risiko. Siehe Blog-Post „Zecken bei Hunden„. Aber die Nervengifte, um die es sich ja bei den herkömmlichen Anti-Zecken-Mitteln handelt, bieten natürlich auch Risiken. Also abwägen ist hier angesagt.

Zeckenschutz für Hunde: Ätherische Öle

Klassiker bei der Abwehr von Zecken sind ätherische Öle. Und zwar folgende:

  • Lavendel
  • Zedernholz
  • Lemongrass
  • Citronella
  • Teebaumöl
  • Eucalyptusöl

Du nimmst jeweils einige Tropfen und verdünnst sie mit Wasser. Je kleiner der Hund, desto mehr Wasser. Pass bitte auf Lemongrass auf, denn dabei handelt es sich um ein warmes Öl. Das heißt, gibst du pures Lemongrassöl auf die Haut, wird sie warm. Also, Lemongrass mit anderen ätherischen Ölen verwenden. Und erstmal an dir selbst ausprobieren. Falls du Lemongrass pur anwenden möchtest, verdünnst du es nicht mit Wasser, sondern mit Kokosöl. Oder auch Olivenöl. Denn Wasser verstärkt die wärmende Wirkung!

Und achte unbedingt darauf, dass das/die Öle nicht zu nah an die Augen kommt.

Teebaumöl=giftig?

Manche Hundebesitzer haben mal irgendwo gehört, dass Teebaumöl giftig sein soll. Nun, das gilt für Katzen: Bitte achte darauf, dass, falls du eine Katze haben solltest, sie nicht mit Teebaumöl in Kontakt kommt. Bestimmte ätherische Öle werden von Katzen nicht vertragen. Allerdings längst nicht alle. Aber das steht und fällt auch mit der Qualität der Öle.

Teebaumöl kann – wie andere ätherische Öle auch – aufgrund einer unsachgemäßen Lagerung nicht mehr der Gesundheit dienlich sein. Achte bitte unbedingt auf folgende Punkte:

  • Eine außerordentliche Qualität, die über jeden Zweifel erhaben ist.
  • Auf eine korrekte Lagerung. Dunkel und nicht zu warm.

Eine Studie hat die angebliche Toxizität von Teebaumöl untersucht und kam zu den Schluss, dass es – bei korrekter Lagerung – nicht giftig ist. Auch allergische Reaktionen werden mit einer schlechten Lagerung in Verbindung gebracht. Hier kannst du die Studie nachlesen: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16243420/.

Gehört dein Hund zu den Liebhabern von ätherischen Ölen?

Ätherische Öle haben zwei Haken: Nicht jeder Hund mag sie! Und eigentlich willst du ja „nur“ die Zecken abschrecken… Und natürlich kommt es auch auf die Qualität des ätherischen Öls an. Nicht, dass sie einen ähnlichen chemischen Giftcocktail beinhalten, wie die herkömmlichen Mittel.

Eine Qualität, die so außerordentlich ist, dass sie teilweise auch als Nahrungsergänzung gilt, ist die des Weltmarktführers, Young Living. Und dass sie Weltmarktführer für ätherische Öle sind, hat auch seinen Grund. Hier kannst du diese, so ganz anderen ätherischen Öle bestellen: https://www.myyl.com/canessani-gesundehunde.

Wirksamkeitsstudie von ätherischen Ölen gegen Zecken

Hier kommen wir zum nächsten Haken. Die Wirksamkeitsdauer! Bei einer Studie der Prager Uni wurden Lavendelöl, Eucalyptus- und Orangenöl getestet. Nach 5 Minuten waren die genannten ätherischen Öle zwischen 65 und 85% wirksam. Das Orangenöl hat nach 20 Minuten keine Wirkung mehr gezeigt. Mir ist es auch für die Zeckenabwehr nicht bekannt. Lavendelöl hatte nach 80 Minuten noch eine Wirksamkeit von 45% und Eucalyptusöl von 15%.  Nachlesen kannst du die Studie hier: https://content.sciendo.com/view/journals/sab/48/2/article-p76.xml?language=en.

Zeckenschutz für Hunde: Weitere Öle

Ebenfalls empfehlenswert sind Kokosöl, Schwarzkümmelöl, Neembaumöl und ozonisiertes Olivenöl.

Du kannst sowohl Kokos- als auch Schwarzkümmelöl sowohl innerlich als auch äußerlich anwenden. Die empfohlenen Mengen findest du jeweils auf den Produkten. Z.B.:

Kokosöl von Lunderland

Schwarzkümmelöl von der Firma PerNaturam

Neembaumöl ist etwas für den äußeren Bereich. Es gibt auch Kombi-Produkte aus Neembaum- und Kokosöl als Spot-on, z.B. von der Firma Amigard: https://amigard.com/.

Kommen wir zum ozonisierten Olivenöl. Warum eigentlich? Weil es den Wirkstoff Olacein enthält. Und dazu führt, dass die Atemöffnungen auf dem Bauch der Zecke sich schließen. Die Zecke erstickt. Und zwar beim Wandern über deinen Hund. Bevor sie gestochen hat. Und womöglich die sich im Speichel befindlichen Erreger ins Blut deines Hundes abgibt. Ozonisiertes Olivenöl kannst du über die Apotheke kaufen oder bestellen. Hier z.B.: Shop-Apotheke (am besten mit Formel Z bestellen, dann ist der Versand kostenlos ;-)).

Gib das Olivenöl in eine Sprühflasche. Damit sprühst du entlang der Wirbelsäule deines Hundes. Und benetzt damit deine Hände und fährst gegen „den Strich“ die Beine hoch.

Zeckenschutz für Hunde: Das umstrittene Bernsteinhalsband

Ist das nun Esoterik, musst du dran glauben, muss dein Hund dran glauben oder was? 🙂 Nein, es gibt durchaus rationale Begründungen, warum so ein Halsband funktionieren kann:

  • Durch die Reibung der einzelnen Bernsteine wird ein Geruch abgegeben, den die Zecke vom Hund fern hält.
  • Durch den Bernstein wird das Fell statisch aufgeladen, so dass die Zecke erst gar nicht bei deinem Hund andockt.

Wie dem auch sein, bei einigen funktioniert es hervorragend. Bei anderen überhaupt nicht. Versuch macht kluch. Probiere es doch einfach mal aus!

Kennst du Effektive Mikroorganismen?

Auch EM genannt, können sie Zecken davon abhalten, deinen Hund zu beißen. Naja, eigentlich spricht man korrekterweise von stechen. Was ich persönlich als unlogisch empfinde. Egal, Mikroorganismen, also Kleinstlebewesen sind wichtig für Haut, Darm oder auch Böden. Ist alles gereinigt und desinfiziert, haben wir oft Probleme mit der Haut. Oder, nach einem Antibiotikum, mit dem Darm.

Effektive Mikroorganismen können da unterstützen. Und für ein anderes Darm- oder Hautmilieu sorgen. Beim Hund können sie innerlich und/oder äußerlich angewandt werden. Entweder flüssig als Spray von außen. Oder ins Futter. Oder auch spezielle Keramikteilchen, die Effektive Mikroorganismen enthalten im Halsband.

Möglichkeiten gibt es viele. Und Erfolge auch.

Ich selbst habe meinem früheren Hund über 2 Jahre sehr erfolgreich Effektive Mikroorganismen ins Futter gegeben und nur hin und wieder eine Zecke bei ihm entdecken können. Dann, auf einmal, hat es nicht mehr funktioniert. Keine Ahnung, warum.

Zeckenschutz für Hunde kann auch schmecken! Mit  speziellen Leckerlies oder Nahrungsergänzungen

Reine Bierhefe als Zusatz ins Futter hat bei meinem letzten Hund nichts gebracht. Mit B-Vitaminen. Viele schwören drauf. Bei der reinen Gabe von Bierhefe konnte ich keinen Unterschied feststellen.

Überzeugt hat mich das Präparat Formel-Z (der Link führt zur „Shop-Apotheke“). Formel Z kann man entweder ins Fressen oder als Leckerlie geben. Das mochte sogar mein Henry, der oft ein bisschen mäkelig war. Meist musste ich ihm irgendwelche Mittel mit ins Futter mischen. Oder ihm Tabletten in etwas Leberwurst drücken.

Wie bei den meisten natürlichen Mitteln verändert sich hier der Geruch der Hundehaut. Mit dem Ergebnis, dass sie den Zecken einfach nicht mehr so recht schmeckt. 😉

Ähnliches passiert auch mit einer Verbesserung des Säure-Basen-Haushalts. Z.B. mit „Rayobase VET“ von der Firma Rayonex. Der Link führt zu einer näheren Produktbeschreibung. Wenn du es mal ausprobieren möchtest, dann melde dich einfach bei mir.

Ich habe jedenfalls folgendes kombiniert: Erstmal das ozonisierte Olivenöl, damit eine schnelle Wirkung erzielt wird. Dann habe ich sowohl Formel Z als auch Rayobase VET eingesetzt. Die beiden letztgenannten müssen über mehrere Wochen eingenommen werden, damit sich das Milieu der Hundehaut verändert und für Zecken weniger attraktiv wird.

Leider fange ich meist viel zu spät an, so dass ich eine schnelle Lösung benötige. Da kann das Olivenöl helfen. Dann, wie gesagt, langfristig Formel Z und/oder Rayobase VET.

Im Frühjahr diesen Jahres hatte mein Hund teilweise 10 Zecken am Tag. Ich hatte anfänglich ätherische Öle eingesetzt, doch nicht bei jedem Spaziergang daran gedacht. So sehr ich persönlich ätherische Öle liebe, ist mein Hund leider nur sehr mäßig begeistert. Und die Wirkung lässt nach einiger Zeit auch nach, so dass du sie wirklich vor jedem Spaziergang verwenden musst!

Jetzt, im September ist es diverse Wochen her, dass mein Larry das letzte Mal eine Zecke hatte. Die letzten 2-3 Monate waren in dieser Hinsicht mega entspannt. Also: Zeckenschutz für Hunde geht absolut auch komplett chemiefrei!

Aber die bisher erwähnten Möglichkeiten sind ja noch lange nicht das Ende der Fahnenstange:

Cistus als Zeckenschutz für deinen Hund

Eigene Erfahrungen habe ich neben dem Bernstein-Halsband auch mit Cistus noch nicht. Erfahrungsberichte sind sehr positiv. Empfohlen wird eine Kapsel pro Hund. Normalerweise geht man bei einem Humanpräparat von einem 70 kg schweren Menschen aus und rechnet dann entsprechend runter. Zu Cistus habe ich, unabhängig von der Größe, immer als Empfehlung 1 Kapsel pro Hund gefunden.

Warum Cistus? Die schon in der Antike genutzte Pflanze wird häufig bei Entzündungen und zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt. Ein gutes Immunsystem kann im Rahmen einer Zeckenabwehr gute Dienste leisten (der Link führt übrigens jeweils zur Shop Apotheke. Die haben ein gutes Angebot und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis).

Und was dient noch als Zeckenschutz für deinen Hund?

Knoblauch ja oder nein?

Immer wieder ist zu lesen, dass Knoblauch zu den für Hunde giftigen Lebensmitteln gehört. Lebensmittel, die für uns gut sind und mit denen wir oft tagtäglich zu tun haben. Und sie essen. Doch einige dieser Lebensmittel sind für Hunde unverträglich. Ja, regelrecht giftig. Knoblauch kann dazu gehören. KANN. Wenn die Dosis zu hoch ist. Hier gilt der berühmte Satz des Paracelsus ganz besonders: Die Dosis macht das Gift.

Über was für eine Dosis reden wir? Laut Herrn Prof. Dr. Ingo Nolte von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover ist die gefährliche Dosis 5 g Knoblauch pro kg Hundegewicht. Nachlesen kannst du diese Empfehlung hier: https://www.stern.de/familie/leben/dogs/knoblauch—gut-oder-giftig-fuer-meinen-hund–8544410.html.

Das ist noch nicht alles!

DMSO

Dimethylsulfoxyd oder einfacher DMSO ist eine klare, organische Flüssigkeit. Ihr Geruch erinnert an Knoblauch. Daher ist es für die Zeckenabwehr durchaus interessant. Der Hamburger Tierarzt Dr. Schrader empfiehlt eine Dosis von 3 EL auf 1 Liter Wasser für die äußere Anwendung. Aufgrund der Verdünnung wird die Flüssigkeit erwärmt. Insofern bis zur Anwendung bitte etwas warten.

Für die innere Anwendung empfiehlt Dr. Schrader einen 1/2 – 1 Teelöffel einer 50-50-Verdünnung mit dem Futter zu verabreichen. Je nach Größe. Bei mittelgroßen bis großen Hunden. Kleinere Hunde sollten stärkere Verdünnung von 99,9 DMSO erhalten. Nämlich 20-30%. Nachlesen kannst du das hier: Facebook-Post von Dr. Schrader, Hamburg, „Keine Zecken-keine Flöhe“.

Andirobaöl

In  demselben Post empfiehlt Dr. Schrader u.A. auch Andirobaöl. Eine Pflanzenart aus Südamerika, die oft bei Haut- oder Muskelproblemen eingesetzt wird. Hunde in Brasilien z.B. werden bei Wunden und Insektenstichen mit Andirobaöl behandelt. ich habe allerdings nur eine Studie in Zusammenhang mit der Braunen Hundezecke gefunden. Nicht mit dem Gemeinen Holzbock. Aber das muss ja nichts heißen! 🙂

Und was habe ich da gefunden? Andirobaöl soll neurotoxisch auf die Zecken wirken. Hm… das machen die chemischen Mittel auch. Ich kann nun nicht beurteilen, ob Andirobaöl auch in irgendeiner Form auf den Nervenapparat des Hundes wirken kann. Unter dem Link https://www.webmd.com/vitamins/ai/ingredientmono-611/andiroba hieß es:

„When applied to the skin: There isn’t enough reliable information to know if andiroba is safe or what the side effects might be.“

In jedem Fall ist es ein Mittel, was in Südamerika schon seit Langem bekannt ist und eingesetzt wird.

Zeckenschutz für Hunde: Was tun, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist?

Was ist unbedingt zu bedenken, wenn du eine Zecke entfernen möchtest? Wo lauern gefahren? Das kannst du in diesem Blog-Post lesen: Zecke entfernen.

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