Welpen adoptieren

Welpen adoptieren

Welpen adoptieren

Ein Welpe aus dem Tierschutz?

Wenn du einen Welpen adoptieren möchtest, dann bedenke, dass er bestimmte, wichtige Phasen seines Lebens womöglich anders erlebt hat, als es für ihn förderlich gewesen wäre. Das muss nicht sein, aber die Wahrscheinlichkeit ist höher als bei einem Hund von einem guten Züchter.

Die Frage ist natürlich: Warum ist der kleine Vierbeiner im Tierschutz gelandet? Was ist mit seiner Mutter passiert? Was ist mit seinen Geschwistern? All diese Mitglieder seiner bisherigen Familie sind wichtig für seine Entwicklung.

Wenn du also einen Welpen adoptieren möchtest, wie kannst du ihn optimal unterstützen?

Einen Welpen adoptieren: Sorge für Sicherheit

Gewähre deinem Hund Sicherheit, aber lass auch neue Eindrücke und Erfahrungen zu.

Sicherheit ist ein ganz großes Thema, denn sie gehört zu unseren wichtigsten Grundbedürfnissen, genau, wie bei unseren Hunden. Auf der anderen Seite sollte auch Abwechslung und Abenteuer stehen. Doch wie stark die jeweiligen Bedürfnisse ausgeprägt sind, das ist ganz individuell.

Hat dein Welpe zum Beispiel ein Erlebnis mit plötzlich auftretenden lauten Geräuschen wie Baulärm, dann kannst du ihn das Geschehen aus größerer Entfernung beobachten lassen. Vorausgesetzt, er wurde vom Züchter bereits mit verschiedenen Umweltreizen konfrontiert. Dein Hund lernt: Ok, da ist etwas Neues und nicht besonders Angenehmes, aber ich komme damit klar.

Wurde er jedoch eher isoliert gehalten, dann nimm ihn aus der Situation raus und sorge solange für mehr Distanz, bis dein Welpe sich wieder sicher fühlt. Dein Hund lernt: Wenn es ernst wird, kann ich mich auf meinen Menschen verlassen.

Sorge für Vorhersehbarkeit

Dass sich deine Fellnase auf dich verlassen kann, spürt er übrigens auch durch die Vorhersehbarkeit deines Verhaltens. Konsequenz ist hier ein Riesenthema. Wenn dein Welpe also etwas richtig gemacht hat oder wenn er etwas nicht so ganz richtig gemacht hat: Die Folgen sollten jeweils die gleichen sein. IMMER! Wirklich IMMER!!

Doch natürlich geht es nicht nur um deine Reaktionen, sondern insgesamt um eine Vorhersehbarkeit von Abläufen. Ist dein Welpe ganz neu bei dir eingetroffen, dann sorge dafür, dass die Tagesabläufe möglichst gleich sind. Ganz besonders in der ersten Zeit.

Je älter er dann wird, desto stärker kannst du variieren. Es sollte aber einige Konstanten im Welpenleben geben. Wir sind hier wieder bei dem Wechsel zwischen Sicherheit auf der einen Seite und Abenteuer und „Neues erleben“ auf der anderen.

Zusätzlich zur Vorhersehbarkeit deines Verhaltens kannst du ankündigen, wenn du ihn anfasst. Speziell wenn etwas passiert, was er vielleicht als nicht ganz so angenehm empfindet. Z.B. sagst du, wenn du eine Pfote putzen musst „Pfote“ oder, wenn du deinem Welpen Halsband oder Geschirr umlegst, kündigst du das mit „Halsband“ oder „Geschirr“ an. So weiß dein Hund, was auf ihn zukommt.

Wenn du einen Welpen adoptieren möchtest: Hilft eine Welpengruppe?

Im Zusammenhang mit dem Sammeln neuer Erfahrungen und gleichzeitig Schutz gewähren, können auch Welpengruppen eine große Rolle spielen: In vielen Fällen werden die Welpis zwar nach Größe, Gewicht und Alter eingeteilt, aber längst nicht in allen Gruppen ist das der Fall. Wenn also ein 18 Wochen alter Rottweiler- oder Labrador-Welpe mit einem zarten und deutlich jüngeren Dackel- oder Cavalier-King-Charles-Spaniel Welpen toben will, kann das Folgen haben.

Weiterhin sollten die Hunde nicht nur von der Größe, sondern auch vom Wesen her recht gut zusammen passen.

Die Folgen, dass der Größere und Temperamentvollere den anderen möglicherweise überrollt, müssen sich nicht unbedingt auf körperlicher Ebene abspielen, sondern auch auf psychischer. Und das kann ihn für sein ganzes Hundeleben prägen.

Achte außerdem darauf, dass die Welpen genügend Rückzugsmöglichkeiten haben und den „Draufgängern“ auch ausweichen können.

Sorge für Vorbilder!

Idealerweise hat dein Welpe auch einen älteren Hund in seinem Umfeld, an dem er sich orientieren kann.

Welpen adoptieren: Verstehe dein neues Familienmitglied!

Beobachte deinen Hund genau. Damit kannst du ein sich anbahnendes Verhalten, was nicht erwünscht ist, sofort erkennen und idealerweise schnell unterbinden.

Für ein stressfreieres Miteinander: Beschäftige dich eingehend mit der Körpersprache deines Hundes. Sehr viele Missverständnisse entstehen dadurch, dass Hunde einfach nicht verstanden werden. In meinen eBooks “Gewitterangst und Silvesterstress” und “Tausende an Tierarztkosten sparen” gehe ich ausführlich auf das Thema Körpersprache ein. Für ein entspanntes Miteinander ist sie ein absoluter Grundstein. Die Links führen dich zu Amazon. Du kannst die eBooks übrigens auch auf dem Smartphone oder Tablet lesen und benötigst damit kein Kindle, um davon zu profitieren.

Was ist noch wichtig?

U.A. solltest du dich natürlich mit dem Thema der Impfungen beschäftigen. Ich gehe in meinen Blog-Posts “Welpen impfen” und “Impfung Hund” ausführlicher darauf ein. Ausführlicher gehe ich in meinem eBook “Hunde ausreichend impfen” auf Impfungen ein.

Und in Kürze wird es ein eBook mit dem Thema “Zweisam mit Hund” geben. Es gibt hier zwar viele Überschneidungen mit dem Buch “Tierarztkosten-sparen”, doch das neue Buch geht noch mehr auf Hundebesitzer ein, die bisher noch nie einen Hund hatten. Wenn du also offen für ein neues Familienmitglied bist, dann warte noch ein paar Wochen und du kannst das Buch auf Amazon bestellen.

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gaby engelbart

Gewitter, Feuerwerk & Co.?
Gibt es auch für deinen Hund eine ganz einfache Lösung?