suchspiele hund

Suchspiele Hund

Suchspiele Hund

Was kann die Nase deines Hundes?

Hunde als Lebensretter

Klar, das kennt jeder: Hunde die Verschüttete aufspüren, sei es in einer Lawine oder nach einem Erdbeben. Hunde, die nach Drogen suchen oder nach vermissten Personen. Und wahrscheinlich hast du auch schon mal etwas davon gehört, dass Hunde bestimmte Erkrankungen aufspüren können.

Sie stellen fest, wenn ein Diabetes-Patient droht, unterzuckert zu sein. Oder ein epileptischer Anfall bevorsteht. Ja, manche Hunde werden darauf trainiert, Krebs zu „erschnuppern“.

Aktuell gibt es ein Forschungsprojekt mit Rettungshunden der Bundeswehr. Hier wird u.A. mit Schäferhunden, Spaniels und Retrievern geforscht, ob und inwieweit sie den Coronavirus feststellen können.

Hunde zum Aufspüren vermisster Personen unter Wasser!

Dass trainierte Hunde eine vermisste Person mehrere Meter unter Wasser finden können, wusste ich. Doch in dem Buch „Das große Schnüffelbuch“ von Viviane Theby und Michaela Hares wird von diesem absolut unglaublichen Fall berichtet:

Ein Taucher wurde vermisst und ein Rettungshund hat an einer bestimmten Stelle angezeigt. Die Strömung wurde berechnet und eine Suchmannschaft wurde losgeschickt. Ohne Erfolg. Dann wurde der Hund ein zweites Mal eingesetzt. Und er zeigte wieder an der selben Stelle an. Nun wurde eine Spezial-Rettungsmannschaft eingesetzt.

Und tatsächlich: In 20 m (!!!) Tiefe lag der Ertrunkene. Mit Schlamm bedeckt. Ist das unglaublich oder ist das unglaublich?

Ich selbst werde ganz ehrfürchtig und demütig, wenn ich mir das vorstelle. Was für eine Leistung! 20 m unter der Wasseroberfläche!!

Aber auch die Nase deines Hundes kann enorm viel leisten!

Suchspiele Hund: Wie wäre es für dich, Spaß und Ernst zu verbinden?

Was meine ich damit? In dem bereits genannten Buch „Das große Schnüffelbuch“ steht außerdem noch im Vorwort, dass die Nase deines Hundes auch ganz privat für dich einen immensen Nutzen haben kann.

Wenn du z.B. deinen Hochzeitsring im Garten verloren hast. Oder wenn du auf vielleicht auf Nüsse allergisch reagierst und dir hin und wieder nicht sicher bist, ob der Nachtisch nun Nüsse enthält oder nicht. Dein Hund kann dich hier ganz aktiv unterstützen! 🙂

Habe ich dich neugierig gemacht? Von der Personensuche über Dummytraining oder das Suchen von Trüffeln bis hin zum Training in der Stadt: In diesem Buch geht es um das Wunderwerk Hundenase und wie du sie so einsetzt, dass sowohl du als auch dein Hund größtmöglichen Spaß hast. Die beiden Links führen dich übrigens zu dem Buch bei Amazon.

Ebenso, wie bei dem folgenden Buchtipp:

„Einfach schnüffeln.“ von Christina Sondermann

Das Buch „Einfach schnüffeln. Nasenspiele für den Hundealltag.“  enthält tolle Tipps und Ideen, wie du der fantastischen Nase deines Hundes im Rahmen von ganz normalen Alltagserlebnissen deutlich mehr Geruchserlebnisse bieten kannst:

Indem du z.B. ihn mal an einem gerade eingetroffenen Paket schnuppern lässt. Vielleicht kommt es sogar aus dem Ausland. Und bietet eine ganze Reihe von spannenden Eindrücken für deinen Liebling. Und wenn du das Paket ausgepackt hast, dann kannst du noch ein paar Leckerchen in dem Verpackungsmaterial verstecken.

Achte bitte dabei darauf, ob es sich hier um Luftpolsterfolie handelt. Speziell, wenn du einen geräuschempfindlichen Hund haben solltest. Grundsätzlich ist natürlich Papier besser! Auch im Hinblick auf mögliche Weichmacher im Plastik.

Suchspiele Hund: Artgerechter geht es kaum!

Eine absolute „Win-win-Situation“:

Um unseren Hunden gerecht zu werden, ist es grundsätzlich wichtig, sich anzusehen, wofür sie gezüchtet worden sind. Und sich, Evolution hin – Evolution her, den ein oder anderen Tipp von ihren Ahnen zu holen:

Die Vorfahren deines Hundes haben Tag für Tag einiges an Zeit mit der Suche nach Beute verbracht. Wenn du es deinem Hund ermöglichst, sein Futter zumindest zum Teil mit der Nase zu finden, dann ist das schlicht und ergreifend artgerecht.

Suchspiele Hund? Du hast damit nur Vorteile!

Nasensuchspiele können übrigens sogar als Anti-Jagdtraining dienen. Damit können jagdlich interessierte Hunde ihr „Hobby“ kontrolliert ausleben.

Und die Arbeit mit der Nase hat sogar einen beruhigenden Effekt. Gerade für Hunde mit hohem Erregungsniveau eignen sich Nasensuchspiele, um sie wieder „herunterkommen“ zu lassen.

Übrigens wird das Gehirn deines Hundes bei der Aufnahme und Verarbeitung von Sinneseindrücken stärker beansprucht. Damit ist er besser ausgelastet und schneller müde als ohne Nasenarbeit.

Hinzu kommt, dass dein Liebling mit der Umgebung positive Verknüpfungen herstellt. Gerade, wenn dein Hund vielleicht in bestimmten Räumen oder unterwegs etwas unsicher ist, kann sich das sehr positiv auf sein Verhalten auswirken.

Eigentlich klar, aber sicherheitshalber trotzdem der Hinweis: Wenn du unterwegs Suchspiele durchführst, dann achte bitte darauf, dass sich nicht von irgendwo her ein anderer Hund nähert. Sonst kann es hier neue Probleme geben.

Suchspiele Hund: Wie fängst du an?

Aller Anfang ist leicht!

Im Grunde ist das ein Selbstläufer: Du zeigst deinem Hund Leckerchen, wirfst es so, dass er dich und die Leckerlies gut beobachten kann. Am besten verknüpfst du die Aktivität deines Hundes mit einem Signal. „Such“ oder spezieller „Such Leckerlie“ als sprachliches Signal bietet sich hier an.

Aber wahrscheinlich machst du so etwas schon lange mit deinem Liebling.

Darf es ein wenig anspruchsvoller sein?

Spaß für drinnen

Als nächsten Schwierigkeitsgrad werden die Leckerchen oder eben auch das Futter versteckt. Drinnen in zerknülltem Zeitungspapier, in Toilettenpapierrollen, Wolldecken, Handtüchern, Kartons oder Schnüffelrasen oder -teppiche.

Da gibt es z.B. den Original Knauder’s Best Schnüffelrasen im Format 60×60 cm bei Amazon oder einen Schnüffelrasen in der Größe 50×50 cm bei Schecker.

Und den Schnüffelteppich gibt es z.B. bei Zooplus. Aber Achtung: Wenn dein Hund extrem ungeduldig ist, kann es sein, dass er das ein oder andere Hindernis schon mal zerpflücken möchte. So, wie mein Larry. Die komplizierten Verstecke lasse ich daher besser weg. Aber jeder Hund geht da anders mit um. Vielleicht ist dein Hund ja geduldiger. 🙂 Und falls nicht: Der Schnüffelteppich bietet immer noch genügend Verstecke und Hindernisse, an die Hund zügig rankommt.

Es gibt hier die unterschiedlichsten Schwierigkeitsgrade!

Ganz besonderen Spaß für drinnen: Buddeln erlaubt!

In diesem Zusammenhang gibt es ein Spielzeug für Hunde, was ich sehr faszinierend finde: „I dig“ von der Firma „I fetch“. Auf Deutsch: „Ich grabe/buddele“ von der Firma „Ich hole es“. 🙂 Ok, manchmal ist es besser, man übersetzt nicht. Aber aus den Bezeichnungen geht ganz gut hervor, was hier gemeint ist: Erlaubtes Buddeln zu Hause! Mein Henry hätte das geliebt! Was hat er nicht alles umgegraben!! Selten konnte er sich einfach so irgendwo hinlegen. Erstmal mussten sämtliche Decken und Kissen umgegraben werden…

Ich weiß, dass Pferde oft auch erstmal den Boden prüfen. Ob da nicht vielleicht eine Schlange im Gras ist. Ich kann mir vorstellen, dass eine Prüfung des Bodens hier auch eine Rolle spielt. Aber das ist nur eine Vermutung. Henry jedenfalls kam aus Spanien aus dem Tierschutz. Mein erster Hund hat extrem selten im Haus gebuddelt und mein jetziger überhaupt nicht (beide aus Deutschland mit privater Vermittlung). Mein jetziger Hund, Larry, musste sogar draußen zum Mäuse-Buddeln noch aufgefordert werden…

Fakt ist jedenfalls, dass viele Hunde gerne buddeln und graben. Draußen und eben auch drinnen. Und hier dürfen sie es!! Dieses „IDig“ ist allerdings nicht günstig. Und was ich bei den Beurteilungen gelesen habe, ist die Variante aus Stoff nicht immer „krallenresistent“. Dann gibt es noch eine Variante aus Kunststoff. Doch die ist aktuell in Deutschland ausverkauft. Und aus den USA kostet der Transport noch mehr als das Teil selbst. Seufz.

Vielleicht magst du ja trotzdem mal schauen: IDig bei Amazon.

Spaß für draußen

Draußen bieten sich natürlich Zweige, Laub oder höheres Gras an. Ich nutze für die Leckerlie-Suche besonders gern die Phase bevor der Rasen in meinem Garten gemäht wird und mein Hund Larry ist er einmal eine Weile beschäftigt. 😉

Aber du kannst natürlich auch mal ausprobieren, inwieweit dein Hund noch Leckerchen unter der Erde findet. Hier ist ganz besonders wichtig: Fange so an, dass es für deinen Hund leicht ist. Und erhöhe den Schwierigkeitsgrad in kleinen Schritten. Und lobe ihn!!

Deinen Hund auslasten – mit Nase, Zähnen und seinem Köpfchen!

Rund um das Thema „artgerechte Beschäftigung“ habe ich übrigens ein eBook geschrieben. Es wird im Oktober veröffentlicht: „Spielzeug für Hunde“. Bis dahin kannst du dich auch über folgende Blog-Posts schon mal einlesen:

Das eBook enthält noch viele weitere Varianten, deinen Hund mit Selbstgemachtem zu beschäftigen. Oder wie du ihn darauf trainierst, so etwas für ihn ziemlich Unattraktives, wie Kamillentee zu finden. Oder eben auch etwas ganz anderes.

Oder auch, wie es dir gelingt, dass dein Hund Spaß an der Dusche hat! 🙂 Und natürlich noch sehr viel mehr! Der Bestelllink funktioniert ab Oktober 2020: Spielzeug für Hunde.

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