hunde welpen kaufen

Hundewelpen kaufen

Hundewelpen kaufen

Drum prüfe, wer sich ein Hundeleben-lang bindet!

Was alles ist wichtig, wenn du einen Hundewelpen kaufen möchtest?

  1. Die Rasse
  2. Die Herkunft
  3. Die Prägephasen

Die Rasse

Unter der Suchanfrage „Welcher Hund passt zu mir“ findest du eine ganze Reihe von Anbietern. So bietet das Magazin „Der Hund“ z.B. einen Online-Fragebogen: https://www.derhund.de/hund-finden/.

Wenn du einen Hundewelpen kaufen möchtest: Was war der Job seiner Vorfahren??

Wie auch immer du dich entscheidest: Informiere dich genau, wozu dein Wunschhund mal gezüchtet worden ist:

  • Für die Jagd von Enten, Fasane & Co.? – z.B. Setter
  • Um geschossenes Federvieh einzusammeln? z.B. Retriecer
  • Um eine Schafherde von A nach B zu bringen? z.B. Border Collies
  • Um eine Schafherde zu bewachen? z.B. Kuvasz
  • u.v.m.

Wenn du z.B. von der Anmut eines Setters angetan bist, solltest du wissen, dass diese Hunde über einen starken Jagdtrieb verfügen. Logisch, als Jagdhund… Und gerne stundenlang draußen unterwegs sind. Und da sie besonders gern ihre Nase einsetzen, sollten sie in dieser Richtung auch gefordert werden. Wohnst du also in der Stadt oder bist ein Couch Potato? Dann bitte Finger weg von diesen Hunden! Oder du wirst aktiv und ziehst auf’s Land, so wie ich das gemacht habe. Vor nun mehr als 20 Jahren, als ich den Irish Setter meiner Mutter übernommen habe. Denn sie konnte ihm nicht mehr gerecht werden.

Oder Kuvasz z.B. Sie stammen aus Ungarn. Und haben da in der freien Natur ihre Herden bewacht. Oftmals auch ohne Kommando-gebenden Menschen. So dass sie nicht unbedingt leicht zu erziehen sind. Denn sie sind es gewohnt, eigenständige Entscheidungen zu treffen.

Dies nur ein ganz kleiner Auszug aus den vielen Jobs, für die unsere Hunde mal gezüchtet worden sind.

Und was ist mit der Gesundheit?

Informiere dich außerdem, zu welchen Krankheiten die spezielle Rasse neigt. Und was für Maßnahmen die Züchter in deiner Nähe dagegen ergreifen.

Die Herkunft

Wenn du einen Hundewelpen kaufen möchtest, wird das ja in der Regel vom Züchter sein. Welpen gibt es zwar durchaus auch im Tierschutz, aber das ist eher die Ausnahme.

Was ist also wichtig?

Achte darauf, dass der Züchter deiner Wahl notwendige Tests durchführt und Maßnahmen ergreift. Z.B. im Hinblick auf die gefürchtete HD, also die Hüftgelenksdysplasie. Gesetzlich ist es erlaubt, noch mit Hüftgrad C zu züchten. Und genau das tun Züchter auch. Wodurch aber die Hüftgelenksdysplasie nicht eliminiert wird. Mehr dazu in dem Blog-Post: „HD beim Hund„.

Ein anderes Beispiel ist die Syringomyelie beim Cavalier King Charles Spaniel. Eine grauenvolle Erkrankung. Aufgrund der diese entzückenden Hunde oftmals schon ganz jung eingeschläfert werden müssen. Um ihren Qualen ein Ende zu bereiten. Klingt theatralisch. Aber genau so ist es. und diese Erkrankung lässt sich aber nur im MRT, also über eine Magnetresonanztomografie feststellen. Und die kostet. Das machen also nicht alle Züchter…

Mehr über die beliebtesten Hunderassen Deutschlands und ihre Krankheiten erfährst du in dem eBook: „Tausende an Tierarztkosten sparen„, das im Juli 2020 erscheint.

Also, lohnt es sich gar nicht, mehr Geld für den Züchter auszugeben? Doch! Nur erhältst du dann nicht automatisch gesunde Hunde. Du musst dich informieren!

Wenn du Hundewelpen kaufen möchtest: Billig ist teuer!

Ja, wie schon erwähnt: Mehr Geld auszugeben ist kein Garant für einen komplett gesunden Hund. Doch das Risiko auf einen kranken Hund steigt exponentiell, wenn du dich für einen Hundewelpen irgendwo hinter der polnischen Grenze entscheidest. Oder auf einem Parkplatz. Oder von einem Vermehrer.

Hier kannst du sicher sein, dass nur schnelles Geld gemacht werden soll. Ohne Rücksicht auf die Elterntiere. Ohne Rücksicht auf die Welpis. Und ohne Rücksicht auf dich. Denn bei dem neuen Familienmitglied kann sehr viel zusammen kommen:

  • Schlechte Genetik
  • Ungünstige Ernährung
  • Dramatische Haltungsbedingungen

Das führt in sehr vielen Fällen zu Gesundheitsproblemen. Und oft auch zu Verhaltensproblemen. Also Kosten für Tierarzt, Hundephysio, Tierklinik und Extrastunden für den Hundetrainer.

Und was die „dramatischen Haltungsbedingungen“ angeht: Es müssen gar nicht die aktuellen Bedingungen sein (die natürlich in der Regel skandalös sind)! Es können auch traumatische Erfahrungen der Eltern- oder Großeltern sein. Mehr zum Thema Ängste, ihre Entstehung und was du z.B. gegen Geräuschängste unternehmen kannst, in meinem Ratgeber „Gewitterangst und Silvesterstress„. Es erscheint im Juli 2020.

Hundewelpen kaufen: Die wichtigen Prägephasen!

(Auszug aus meinem Buch „Gewitterangst und Silvesterstress“):

Im Leben eines Hundes gibt es 3 entscheidende Phasen, die ihn für sein ganzes Leben prägen:

  • Phase 1: Beginnt mit der Geburt und reicht bis in die 3. Lebenswoche. In dieser Phase sind die Augen noch geschlossen und die Welpen nehmen die Welt in erster Linie über ihren Tastsinn wahr.In dieser Zeit spielt es eine besondere Rolle, wie fürsorglich sich die Hundemama um den Nachwuchs kümmert. Doch auch der Züchter kann hier positiv eingreifen: Beschäftigt er sich in den ersten 10 Lebenstagen der Welpen vorsichtig und behutsam mit ihnen, kann sich das positiv auf Gesundheit und Psyche auswirken. Besonders was die Stressanfälligkeit angeht.
  • Phase 2: Sie beginnt mit der 3. Woche und dauert bis in die 12. Lebenswoche. In dieser Phase fangen die Welpen an, ihre Umwelt zu erkunden. Und Dinge nach Gefährlichkeit und Harmlosigkeit einzuschätzen. Wichtig ist, dass bereits in dieser Phase die Hundekinder Kontakt zu vielen Menschen erhalten. Studien zufolge ist es wahrscheinlicher, dass Hunde später Probleme im Kontakt mit Menschen entwickeln können, wenn sie bis zur 14. Lebenswoche überhaupt keine Menschen kennengelernt haben.
  • Phase 3: Diese Phase beginnt mit der 12. Lebenswoche und reicht bis zur Geschlechtsreife. In dieser Phase ist es wichtig, dass der Hunde-Nachwuchs vorsichtig mit Umweltreizen konfrontiert wird. Damit ein vorbeifahrender LKW nicht jedesmal ein Angst-Szenario auslöst.

Aus den genannten Gründen ist es so wichtig, dass dein Hund von einem seriösen Züchter stammt. Damit schließe ich Hobbyzüchter mit ein. Vielen liegt das Wohl der Hunde sehr am Herzen. Und nicht jedem VDH-Züchter geht es in erster Linie um die Gesundheit und das Wohlergehen seiner Hunde, siehe oben.

Was Hänschen nicht lernt…

Eigentlich finde ich diesen Spruch grauenvoll. Das klingt so, als ob man ab einem gewissen Alter einfach aufgeben soll. So ein Quatsch. Denn natürlich kann man auch noch im hohen Alter viel lernen. Und Verhalten ändern. Und die Gesundheit unterstützen. Aber wenn während dieser wichtigen Phasen etwas schief läuft, wird es schwer. Sehr schwer. Und manchmal geht sogar nichts mehr.

Denn es ist fatal, wenn dein Hund während seiner ersten Lebenswochen z.B. bestimmte Dinge oder auch Lebewesen nicht kennengelernt hat. Egal, ob es nun Menschen oder Geräusche oder auch Gegenstände sind.

Wenn in den entscheidenden Lebensphasen dein Hund eben nicht an Bereiche unseres normalen Lebens (in Deutschland) gewöhnt worden ist, dann spricht man von einem „Deprivationssyndrom“. Also, dass ihm bestimmte Dinge vorenthalten worden sind. Mit entsprechenden Konsequenzen, die sich in seinem Verhalten zeigen werden. Und/oder bei seiner Gesundheit.

Gerade bis zur 12. Lebenswoche leiden Welpen unter einer zunehmenden Neopathie. Sie können also mit Neuem sehr schlecht umgehen. Beim Menschen ist es das sogenannte „Fremdeln“ von Kindern.

Leider ist das nun gerade die Phase, in der Welpen ganz oft vom Züchter zum neuen Besitzer wechseln. Wenn du also die Wahl hast, dann lass deinen Welpen noch einige Zeit bei seiner Mama und idealerweise bei seinen Geschwistern.

Bei einer befreundeten Züchterin habe ich miterleben dürfen, wie sich die Welpen gegenseitig erzogen und Wärme und Unterstützung gegeben haben. Das Interesse zwischen Hundemutter und ihren Nachkommen war irgendwann gar nicht mehr so groß. Aber die Kleinen sind noch lange sehr süß und liebevoll miteinander umgegangen.

Bei einem guten Züchter erfolgt die Abgabe also eher ein bisschen später. Der Welpe sollte etwas älter als 9 Wochen sein. Mindestens! 12 Wochen wären besser! Die Gründe hierfür kennst du nun.

(Die letzten Absätze sind gekürzt und leicht verändert wiedergegeben.)

Hundewelpen kaufen: Ein Buchtipp

Wenn dich das Thema Genetik und Hundezucht noch weiter interessiert, habe ich eine Buchempfehlung für dich. Zugegeben, es geht hier ins Eingemachte. Das Buch ist für Züchter, aber eben auch für Hundehalter. Die Autorin, Frau Dr. Irene Sommerfeld-Stur erklärt Genetik, so dass du und ich sie auch verstehen.

Und informiert über Hunderassen, die mittlerweile als „Qualzucht“ gelten. Sie beleuchtet außerdem das sehr spannende Thema der Epigenetik: Wenn die Umwelt die Gene verändern. Also, willst du zu dieser Thematik in die Tiefe, dann lies dieses Buch: „Rassehundezucht – Genetik für Züchter und Halter“.

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Gewitter, Feuerwerk & Co.?
Gibt es auch für deinen Hund eine ganz einfache Lösung?