hundebegegnungen an der leine

Hundebegegnungen an der Leine

Hundebegegnungen an der Leine

Was kannst du tun?

Manche Hundebegegnungen an der Leine laufen für deinen Hund und dich ziemlich unentspannt ab? Es gibt eine ganze Reihe von Strategien, die hier helfen können!

Doch bevor es losgeht: Hier geht es um längere Spaziergänge. Keine Gassi-Runde mal eben um den Block an kurzer Leine. Daher sollte die Leine 3 oder 5 und später vielleicht auch 10 m lang sein. Und aufgrund dieser Länge sollte dein Hund natürlich ein Geschirr tragen, damit er sich keine Verletzungen an der Wirbelsäule zufügt. Außerdem sollte die Leine nicht gespannt, sondern schön locker sein. Ist die Leine gespannt, ist auch dein Hund angespannter.

Sorge für Platz!

Wusstest du, dass der Individualabstand bei Hunden durchschnittlich 1,5 m beträgt? Und bei manchen Wegen wird es schwierig, sich auseinander zu gehen. Versuche daher Wege zu wählen, wo du für eine größere Distanz sorgen oder notfalls abbiegen oder die Straßenseite wechseln kannst.

Lenke deinen Hund ab!

Was macht deinem Hund besonders Spaß? Bestimmte Übungen? Ein kurzes Zerrspiel? Oder ganz einfach die Futtertube mit Leberwurst? Mit all dem kannst du deinen Hund ablenken! Und ihn in größerer Distanz an dem anderen Hund vorbeileiten.

Positive Verknüpfungen mit Hundebegegnungen an der Leine.

Was meine ich damit? Dein Hund sieht einen anderen Hund und das markerst du. Wie kann das aussehen? Falls du mit einem Clicker arbeitest, klickst du nachdem deine Fellnase den anderen Hund gesehen hat. Und belohnst ihn. Oder, falls du mit einem Markerwort arbeitest, dann belohnst du ihn, nachdem du das Wort gesagt hast.

Wie baust du Clicker und Markerwort im Vorwege auf?

Falls du bisher weder mit einem Clicker oder einem Markerwort gearbeitet hast, dann machst du folgendes: Du klickst und dein Hund erhält etwas für ihn sehr Positives. Das kann ein Spiel sein, das Auflösen eines für ihn nicht so spannenden Befehls (z.B. Warten), eine Übung, die ihm großen Spaß bereitet, ein besonderes Lob, ein liebevolles Streicheln oder, ganz einfach: Ein Leckerlie.

Das Gleiche machst du, wenn du ein ganz bestimmtes Wort gesagt hast. Wie wäre es z.B. mit „Klick“? Es sollte ein Wort sein, das nicht zu deinem normalen Sprachgebrauch gehört. Denn sonst erwartet dein Hund, wenn du vielleicht mit deiner Familie beim Essen sitzt, innerhalb der nächsten Sekunden bespaßt zu werden…

Grundsätzlich solltest du mit mehreren für ihn spannenden Dingen arbeiten. Damit du variieren kannst. Aber Leckerlies bieten sich zugegebenermaßen einfach ganz besonders an: Sie sind schnell zur Hand und die meisten Hunde lieben sie!

Meine Empfehlung ist, dass du sowohl mit einem Clicker als auch mit einem Wort arbeitest. Denn wenn du die Hände nicht frei hast, ist das Wort schnell gesagt. Doch ein Clicker ist sehr einprägsam. Und er klingt immer gleich. Deine Stimme nicht. Du siehst: Beide Varianten haben ihre Vorteile.

Hundebegegnungen an der Leine: Was kannst du noch machen?

Du kannst hier variieren: Und zwar kannst du als nächsten Schritt deinen Hund belohnen, wenn er ein Alternativverhalten zeigt. Wenn er sich z.B. von dem, was er sieht, ab- und sich dir zuwendet. Als weiteren Schritt kannst du ihm eine Futtersuche anbieten. Natürlich einige Meter neben dem Weg.

Wichtig ist, dass du alles ankündigst. Siehst du z.B. den anderen Hund zuerst, kündigst du ihn mit „Hund“ an. Oder du verwendest vielleicht den englischen Begriff, damit sich deine Fellnase beim Abendessen nicht auf einmal nach einem anderen Hund umsieht…

Das Wörtchen „Such“ kennt so ziemlich jeder Hund. Weiterhin kannst du ihn natürlich mit einem „zur Seite“ auffordern, zur Seite zu gehen.

Und, wenn auch wirklich kein Kontakt zustande kommen soll, ihn sich hinsetzen lassen. Vom anderen Hund abgewandt. Nach dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn.

Was ist wichtig?

Einige Dinge sind hier besonders wichtig:

  1. Schaffe Distanz. Ich selbst biege oft ab oder bin einen Weg auch schon wieder zurückgegangen, wenn ich gesehen habe, dass uns jemand mit Hund auf einem schmaleren Weg entgegen kommt.
  2. Übe die Abläufe immer und immer wieder. Sie sollten sitzen, wenn du die Empfehlungen bei Hundebegegnungen an der Leine anwenden willst.
  3. Achte immer auf die Körpersprache deines Hundes.
  4. Setze zur Beruhigung z.B. ein Entspannungswort ein.

Auf die Themen Körpersprache und Entspannungswort gehe ich näher in meinem Amazon-eBook „Gewitterangst und Silvesterstress“ ein. Bis Ende November 2020 ist es noch zum Einführungspreis von 1,79 € bestellbar.

Und wenn es für entspannte Hundebegegnungen an der Leine bereits zu spät ist?

Deine Fellnase fängt an, den anderen Hund anzupöbeln? Dann sagst du z.B. „Weiter“, wartest 2 Sekunden, baust Zug auf die Leine auf und gehst in eine andere Richtung. Am besten zur Seite weg.

Aber Achtung, beachte bitte unbedingt die folgenden Punkte:

  • Warte 2 Sekunden, damit dein Hund die Möglichkeit hat, zu reagieren
  • Baue den Leinenzug nicht zu schnell auf
  • Gehe nicht ruckartig in eine andere Richtung

Das ist natürlich alles leichter gesagt als getan. Besonders, wenn dein Hund pöbelt. Daher gilt auch hier: Üben, üben, üben! Falls dein Hund zum Pöbeln neigt, dann beginne erst einmal mit einer 3 m-Leine. Aber wie gesagt: Hier sind erst einmal jede Menge Trockenübungen angesagt.

Und wenn es mal richtig schief läuft und dein Hund steckt mitten in einer Auseinandersetzung mit einer anderen Fellnase? Dann lies bitte diesen Beitrag: Hund reagiert aggressiv auf andere Hunde.

 

 

 

 

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