hund im auto

Hund im Auto

Hund im Auto

Was kannst du für seine Sicherheit tun?

Nur jeder fünfte Hund im Auto ist gesichert!

Wann stellt dein Hund im Auto eine Gefahr da? Schon lange, wenn du nur 50 km/h fährst! Und das ist doch eine wirklich niedrige Geschwindigkeit. Doch bei einem Aufprall mit diesem Tempo kann dein Hund eine große Gefahr für sich selbst und für andere darstellen.

Der ADAC hat verschiedene Tests mit Hundedummys durchgeführt. Bereits bei einer so niedrigen Geschwindigkeit entwickelte der Dummy ein Gewicht von einer Tonne! Wenn dein Hund also nicht gesichert ist, ist das lebensgefährlich! Für ihn! Und auch für dich!

Und es muss gar nicht immer ein Aufprall sein. Ein Ausweichmanöver genügt oft schon, um deinen Hund und ggfs. dich und deine Mitfahrer ernsthaft zu gefährden.

Der ADAC selbst bietet einen Sicherheitsgurt an. Er wurde vom TÜV geprüft. Bestellen kannst du ihn hier: ADAC Hundesicherheitsgurt.

Bei vielen angebotenen „mit-Hund-im-Auto“-Varianten genügt die Abtrennung oder die Unterlage bei Weitem nicht aus für eine sichere Fortbewegung. Eine gute Alternative ist die Hundetransportbox. Aber auch hier gibt es natürlich große Qualitätsunterschiede. Mehr dazu liest du in diesem Blog-Post: Transportbox für Hunde.

Die unterschätzte Gefahr für deinen Hund im Auto

Du willst „nur mal eben“ etwas besorgen?

Bist du manchmal versucht, deinen Hund im Auto zu lassen, um mal eben schnell etwas einkaufen zu gehen? Es ist noch nicht wirklich heiß, aber schon wärmer und du willst ja auch nur ganz kurz etwas besorgen? Dann triffst du vielleicht jemanden und aus den wenigen Minuten werden ein paar mehr Minuten? Und inzwischen steht dein Auto nicht mehr im Schatten, sondern in der prallen Sonne? Bitte lass deinen Hund ab einer Temperatur von 20 Grad nicht mehr im Auto!

Ich weiß, 20 Grad klingt nun wirklich nicht viel. Aber ein Auto kann sich rasant aufheizen und das wird immer wieder immens unterschätzt. Hier ist eine Tabelle, wie schnell sich die Temperaturen entwickeln: So schnell wird Hitze im geparkten Auto lebensgefährlich.

Dein Hund „schwitzt“ anders!

Das Eine ist die sich rasant entwickelnde Temperatur. Das Andere, dass Hunde nicht schwitzen können. Oder zumindest nicht so, wie wir. Vielleicht ist dir mal aufgefallen, dass dein Hund, vielleicht feuchte Pfotenabdrücke hinterlässt. Z.B. wenn’s endlich vom Untersuchungstisch beim Tierarzt runter geht. Ja, an den Ballen kann dein Hund tatsächlich etwas schwitzen.

Doch in erster Linie sorgt sein Körper durch das Hecheln dafür, dass die Körpertemperatur einigermaßen konstant bleibt. Denn zu hohe Temperaturen sind tödlich. Das gilt zwar auch für uns. Nur sind wir in der Lage, bei hohen Temperaturen über die Poren fast am gesamten Körper zu schwitzen. Insofern kommen wir mit erhöhten Temperaturen um Längen besser klar, als unsere Fellnasen.

Dein Hund muss gegen hohe Temperaturen anhecheln! Dabei wird das Blut gekühlt und Wärme abgegeben.

Ja, auch wenn wir viel besser schwitzen können: Sogar für uns ist es unangenehm, in einem überhitzten Auto zu sitzen. Doch ein Hund im Auto hat damit weitaus größere Probleme. Es kann nicht nur sehr unangenehm sein. Ein Auto kann für dein vierbeiniges Familienmitglied ganz schnell zur Todesfalle werden.

Es ist glühend heiß und es ist ein Hund im Auto: Einige Tipps für die Rettung

Eigentlich ist es nur noch im Schatten wirklich auszuhalten, doch du siehst einen Hund im überhitzten Auto? Und vom Hundehalter ist weit und breit nichts zu sehen? Du möchtest helfen, weißt aber nicht so recht wie? Hier sind einige Tipps:

  • Mach möglichst einige Fotos.
  • Evtl. kannst du hupen und in umliegenden Geschäften nachfragen.
  • Ruf die Polizei und für die Rettungsaktion die Feuerwehr.
  • Wenn du merkst, dass die Zeit sehr drängt und du den Hund selbst aus dem Auto holen möchtest: Versuche, so wenig Schaden, wie möglich zu verursachen. Falls der Hund nicht zu groß sein sollte, schlage daher besser ein Seitenfester ein, anstelle Heck- oder Frontscheibe.
  • Versuche, Zeugen zu bekommen.
  • Hast du den Hund gerettet, gib ihm Wasser zu trinken, das in etwa Körpertemperatur hat. Auf gar keinen Fall eiskaltes Wasser.
  • Kühle seine Beine. Wieder mit Wasser bzw. feuchten Tüchern, die in etwa Körpertemperatur haben. Auch hier bitte nicht zu kaltes Wasser verwenden.
  • Im Anschluss muss der Hund zum Tierarzt! Er benötigt in jedem Fall ein Mittel für seinen Kreislauf.

Ja, du hast recht, das ist ganz schön viel auf einmal. Und sicherlich nicht immer alles so umsetzbar. Bedenke nur, dass du damit rechnen musst, eine Anzeige wegen Sachbeschädigung zu bekommen. Wenn du sagst, dir ist das egal, Hauptsache du hast den Hund gerettet, ok. Nur kannst du mit ein paar Maßnahmen, das Risiko reduzieren, dass ein Richter womöglich gegen dich entscheidet.

Auf der anderen Seite drohen dem Hundehalter wegen Tierquälerei unter Umständen eine Geldstrafe oder sogar Gefängnis von bis zu 3 Jahren.

Und was kannst du tun, damit das Kind gar nicht erst in den Brunnen fällt?

Grundsätzlich gilt erstmal folgendes:

  • Denke immer an die Schallmauer von 20 Grad! Ab dieser Temperatur solltest du deinen Hund nicht mehr im Auto zurücklassen.
  • Habe immer im Hinterkopf, dass dein Auto auf einmal in der prallen Sonne stehen kann. Berücksichtige unbedingt, in welche Richtung die Sonne wandert.

Coole Hilfsmittel wenn dein Hund im Auto unterwegs ist

Etwas Kühles zum Draufliegen

Es gibt Kühlmatten, die du ins Auto legen kannst. Bei Druck, also, wenn sich dein Hund auf die Matte legt, wird das Kühlgel aktiviert. Dein Liebling sollte allerdings die Möglichkeit haben, auszuweichen. Ich selbst habe mal eine kleine Kühlmatte beim Futterhaus gekauft. Mein Hund legt sich exakt daneben. 🙂

Falls du bestellen möchtest: Bei Amazon gibt es natürlich eine enorme Auswahl. Gut klingt die von Vicsport: Kühlmatte für Hunde im Format von 90×50 cm. Das verwendete Kühlgel ist ungiftig, die Matte ist recycelbar und sie gilt als kratzfest. Sie hat nur 4 oder 5 Sterne-Bewertungen. Insgesamt allerdings noch nicht so viele. Käufer anderer Matten beanstandeten, dass die Matte entweder nicht kühlt oder sie war ruck-zuck kaputt.

Kühles zum Tragen

Du kannst deinem Hund eine Kühlweste anlegen. Hier ist dein Liebling jedoch nicht in der Lage der Kälte ggfs. zu entgehen. Ich selbst habe eine Kühlweste von Ruffwear und bin sehr zufrieden. Du hältst sie einfach unter’s Wasser, ziehst deinem Hund die Weste über den Kopf und befestigst sie jeweils an den Seiten. Meinem Hund gefällt’s.

Bestellen kannst du sie hier: Hundekühlweste von Ruffwear bei Amazon.

Kühles für dein Auto

Außerdem gibt es sogar Autoabdeckungen, die bis zu 85% des Sonnenlichts reflektieren. Anwender sind sehr begeistert. Und es klingt schon toll: Das Auto steht in der Sonne und drinnen ist es angenehm kühl.

Aber ich würde sie nur für einen sehr überschaubaren Zeitraum anwenden – falls sich dein Liebling ohne dich im Wageninneren aufhalten sollte. Denn du musst immer berücksichtigen, dass die Abdeckung vielleicht irgendwo kaputt ist. Oder dass jemand sie beschädigt. Und natürlich können sich Befestigungen auch lösen. Wegen Materialermüdung. Weil jemand daran herum manipuliert. Oder was auch immer. Sie ist daher eher etwas für einen wirklich sehr kurzen, überschaubaren Zeitraum.

Oder aber, wenn dein Auto irgendwo ungeschützt in der prallen Sonne steht und du willst mit deinem Hund einsteigen. Dann ist es natürlich sehr genial, wenn im Auto angenehme Temperaturen herrschen. So, als hätte es die ganze Zeit im Schatten gestanden. Für solche Fälle ist so eine Abdeckung absolut empfehlenswert: Green Shade – Autoabdeckung gegen Hitze. Diese Abdeckung gibt es in 6, in 12 und in 24qm.

Jetzt wünsche ich dir und deinem Liebling einfach eine super Zeit 🙂

 

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Gewitter, Feuerwerk & Co.?
Gibt es auch für deinen Hund eine ganz einfache Lösung?