Laborbeagle

Gegen Tierversuche

Gegen Tierversuche

Du liebst Hunde? Dann lies bitte diesen Blog-Post!

Bist du grundsätzlich gegen Tierversuche? Oder nur bei „nicht notwendigen“ Versuchen. Wie immer du „nicht notwendig“ definieren magst. Vielleicht lehnst du sie im Zusammenhang mit Kosmetikprodukten ab? Mit einem neuen Trockenfutter für den Hund? Oder auch bei Medikamenten? Speziell, wenn es vielleicht schon eine Reihe Medikamente mit der gleichen Wirkung gibt?

Oder spielt es für dich eine besonders große Rolle, wenn Medikamente an Hunden getestet werden? Wegen ihrer Gutmütigkeit werden speziell Beagle für den Einsatz im Labor gezüchtet. Dazu etwas später mehr.

Du bist gegen Tierversuche? Und welches Mittel gegen Zecken erhält dein Hund?

Bei meiner Recherche für den Blog-Post „Zecken bei Hunden“ bin ich über zwei Studien gestoßen. In der einen wurden die armen Hunde alles andere als hundegerecht gehalten (wie auch, bei so einem Versuch). Und in der anderen wurden die Hunde sogar am Ende getötet. Noch nicht einmal 6 Monate halt!

Ich finde so etwas grauenvoll. Zumal es auch noch um Mittel geht, die Hunde einnehmen müssen. Die Zecke soll nicht vom Hund ferngehalten werden. Sie soll durch den Kontakt mit dem Hundeblut sterben.

Andererseits warnen immer alle davor, beim Entfernen einer Zecke ja vorsichtig zu sein. Sie bloß nicht zu quetschen. Damit sie ihre Erreger eben nicht in den Hund abgibt. Paradox, oder?

Untersuchung der Sicherheit des Wirkstoffs Fluralaner in Anti-Zecken-Mitteln in Tablettenform.

Am 168. Tag wurden die Beagle-Welpen getötet. Also, bevor sie ein halbes Jahr alt geworden sind. Darauf folgte die Untersuchung ihrer Körper.

Nachlesen kannst du das hier:

Zitat „… On day 168, all dogs were sedated by intramuscular injection of ketamine and xylazine and thereafter euthanized by intravenous injection of sodium pentobarbitone as per study plan. A complete post-mortem examination was performed on all dogs under the supervision of a blinded veterinary pathologist. …“

Die gesamte Studie findest du hier: https://parasitesandvectors.biomedcentral.com/articles/10.1186/1756-3305-7-87

Vergleich verschiedener Anti-Zecken-Mittel mit dem Wirkstoff Permethrin in Anti-Zecken-Halsbändern und Spot-ons für Hunde

Bei dieser Studie ging es um die Wirksamkeit von 4 verschiedenen Produkten. Die alle u.A. den Wirkstoff Permetrhrin enthielten. Mehr zu diesem Wirkstoff kannst du in meinem Blog-Post „Zecken bei Hunden“ nachlesen.

Bei dieser Studie blieben die Hunde zwar am Leben. Trotzdem: Es gibt gute Gründe, gegen Tierversuche zu sein. Denn die beschriebenen Haltungsbedingungen sind für ein Rudeltier, wie den Hund furchtbar:

Zitat, Seite 29/30: „Für die Versuche wurden 12 Beagle verwendet, die im Besitz des Institutes für Parasitologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover waren und von denen 11 bei der Firma HarlanLaboratories GmbH (Eystrup) und einer (der Hund mit der Nummer H 1009) im Institut für Parasitologie selbst gezüchtet wurden. …  Während der vierwöchigen Versuche wurden die Tiere in Einzelställe im Stall A (Gebäudenummer 215) gehalten, dessen Aufteilung Abbildung 3 entnommen werden kann. Hierbei wurde die Behandlungsgruppe auf die linke Seite des Ganges und die Kontrollgruppe auf die rechte Seite gesetzt, um Kontaminationen unter den Tieren ausschließen zu können. Während im Innenraum der Einzelställe die Böden und Wände komplett mit Fliesen ausgelegt waren, waren die Außenausläufe betoniert. Die Wände zwischen den einzelnen Ställen bestanden aus Gittern und Plexiglasscheiben, so dass die Hunde zwar Sicht- aber keinen Körperkontakt zueinander haben konnten.“

Schlimm, oder?

Dieser Versuch dauerte insgesamt 2 Jahre. Mit 4 Anwendungszeiten von jeweils 28 Tagen. Den gesamten Versuch kannst du hier nachlesen: https://elib.tiho-hannover.de/servlets/MCRFileNodeServlet/etd_derivate_00001099/luessenhopj_ss11.pdf.

Und noch eine Anmerkung:

Wenn du die komplette Doktorarbeit durchliest, fällt dir vielleicht folgendes auf: Es handelt sich bei den getesteten Mitteln in erster Linie um sogenannte Repellentien. Und das bedeutet, dass Zecken im Idealfall dem Hund fern bleiben (to repell=abstoßen).

Jedoch fand man im Rahmen des Versuchs auch tote Zecken am Hund. Und schon wieder sind wir bei dem Thema: Welche Erreger speit die sich im Todeskampf befindende Zecke ins Hundeblut?

Gegen Tierversuche

Was will ich mit diesem Blog-Post erreichen? Etwas mehr Sensibilität im Umgang mit Produkten im Allgemeinen. Und mit toxischen im Besonderen.

Eine andere, schöne Konsequenz wäre, wenn du einen Hund aus dem Tierschutz haben möchtest: Vielleicht einmal über einen Beagle aus dem Labor nachzudenken.

Und natürlich möchte ich dich dazu anregen, auch noch folgende Blog-Posts von mir zu lesen:

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